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Artikel aus der STUTTGARTER ZEITUNG vom 26.01.2010
Der Breisgau mausert sich zum Premiumziel
Tourismus Warum Freiburg entgegen dem landesweiten Trend mehrÜbernachtungsgäste anzieht. Von Heinz Siebold
Freiburg bleibt auch in der Krise eine touristische Hochburg: Im vergangenen Jahr sind rund 600 000 Touristen in gewerblichen Unterkünften mit Meldepflicht angekommen, und daraus sind knapp 1,2 Millionen Übernachtungen geworden. Damit legt die südbadische Metropole gegen den negativen Landestrend um mehr als drei Prozent zu. Traditionelle Ziele für Städtereisen wie Heidelberg, Stuttgart und Baden-Baden mussten Einbußen bei den Übernachtungen hinnehmen, die Landeshauptstadt sogar fast neun Prozent. Komplett ist die Statistik für das eben abgelaufene Jahr noch nicht, doch Freiburgs oberster Tourismus- und Wirtschaftsförderer Bernd Dallmann kann sich entspannt zurücklehnen, seitdem ihm die Zahlen des Statistischen Landesamtes für Januar bis November 2009 zugestellt wurden. "Wir können hochzufrieden sein", sagt der Geschäftsführer der stadteigenen Gesellschaft Freiburg Wirtschaft Touristik Messe (FWTM) GmbH.
Das Übernachtungsplus von 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr wurde in allen kommerziellen Herbergen einschließlich der Campingplätze erwirtschaftet. Bei den Hotels fiel der Zuwachs mit 1,3 Prozent bescheidener aus, doch absolut sind die 820 000 Übernachtungen der dickste Brocken. Die Auslastung der insgesamt 4911 Schlafgelegenheiten in 65 Betrieben lag bei 50,5 Prozent. Ein Wermutstropfen ist der mit 4,1 Prozent deutlich spürbare Rückgang von übernachtenden Auslandsgästen. Doch auch in dieser Disziplin haben Stuttgart (-7,9 Prozent) und Heidelberg (-11,2) noch mehr eingebüßt, nur Baden-Baden ist mit einem leichten Plus von einem Prozent stabil. Im ganzen Land haben 5,7 Prozent weniger ausländische Gäste übernachtet.
Aber wie kommt es zu dieser Freiburger Sonderstellung? Für den Tourismusmanager ist das kein Zufall. "Freiburg profitiert nicht nur von seinem Wetterbonus, sondern auch von Maßnahmen, die vor langer Zeit bereits eingeleitet wurden", sagt Bernd Dallmann. Dazu gehöre vor allem der Bau des Konzerthauses, das zugleich als Kongresszentrum fungiert. Das einst heftig umstrittene Projekt ist zwar immer noch defizitär, hat sich aber als Magnet für den Tagungs- und Konferenztourismus etabliert. Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Kongresse von 104 auf 168 hochgeschnellt, die gesellschaftlichen und kulturellen Events sind knapp unter 300 stabil geblieben.
Seit 1996, nachdem das Konzert- und Kongresshaus in der Freiburger Innenstadt eröffnet wurde, ist die Übernachtungskurve im Hotelgewerbe konstant geklettert, dabei auch der Anteil ausländischer Gäste. Dazu beigetragen hat vermutlich auch die Erweiterung der Messe und die damit verbundenen Großkonzerte und Aufzeichnung von Fernsehshows.
"Und Freiburg verfügt über eine Hotellerie mit vielen Familienbetrieben oder ungewöhnlich engagierten Geschäftsführern", betont Dallmann. Das erste Hotel am Platz darf sich sogar als eines der führenden der Welt bezeichnen; dem Image der "Green City" Freiburg entsprechend wirbt ein anderes mit der ökologischen Ausrichtung und ist dafür mehrfach ausgezeichnet worden. Erstaunlicherweise behaupten sich die Freiburger Hoteliers sogar gegen eine mächtige Konkurrenz nur wenige Kilometer von den Stadttoren entfernt. Der größte Hotelier der Region ist nämlich einer der größten in Europa überhaupt. In Rust, nördlich des Kaiserstuhls, hat Europapark-Chef Roland Mack soeben den Auftrag für den Bau des fünften Hotels am Rande des Freizeitparks erteilt. Der Europa-Park ist der größte und beliebteste Freizeitpark des Kontinents, im vorigen Jahr übertraf er seine Rekordserie erneut und meldete deutlich über vier Millionen Besucher. Mit dem fünften Hotel und dann insgesamt 5000 Betten hat der Europa-Park mehr Kapazitäten als alle Hotels in Freiburg zusammen. Und auch ein neues, vom Energiekonzern Gazprom finanziertes Tagungszentrum soll dieses Jahr fertig werden.
Angst müsse man deshalb in Freiburg nicht haben, betont der Chef des ersten Hauses am Platz. "Wir müssen uns eben anstrengen und was Neues einfallen lassen", sagt Roland Burtsche, der Chef des Colombi-Hotels. Langfristig würden sowohl Freiburg als auch der Europa-Park voneinander profitieren. Freiburg müsse sich darauf konzentrieren, Kongresse mit einer überschaubaren Anzahl von Gästen anzulocken und sich nicht auf ein Terrain begeben, wo es nicht gewinnen könne. Burtsche selbst stockt bei seinem zweiten Hotel Stadt Freiburg die Kapazität derzeit von 360 auf 440 Betten auf und hat den Wachstumsmarkt rund um die Uniklinik im Blick. Rund 50 000 Übernachtungen pro Jahr gehen bereits jetzt auf das Konto von wissenschaftlichen Gästen und Angehörigen von Patienten.
Auch der Tourismusförderer Dallmann sieht Europapark und Freiburg als Verbündete. Es sei genug Kundschaft für alle da: "Park und Stadt ergänzen sich. Wer schon in die Gegend kommt, will beides sehen." Beide Reiseziele profitieren vom guten Image des Landstrichs zwischen Rhein und Schwarzwald. Und der Tourismus in der Region wiederum von der sehenswerten Freiburger Altstadt genauso wie vom Europark, der längst nicht nur ein Rummelplatz für die ganze Familie ist, sondern zunehmend das internationale Ziel für einen Kurzurlaub, Konzerte, Miss-Wahlen oder Modenschauen. Wahrscheinlich haben Europa-Park und Stadt Freiburg als Höhepunkte der Region auch zum vergleichsweise guten Ergebnis des Schwarzwaldtourismus beigetragen: Nur "moderat", um 1,3 Prozent, seien die Übernachtungen im Jahr 2009 zurückgegangen, meldet der Tourismusverband. Sechseinhalb Millionen Gäste haben 17,8 Millionen Übernachtungen gebucht.
Interessant dabei ist, welche Umschichtungen es bei den internationalen Besuchern gab: Direkte Nachbarn aus der Schweiz (+9,5 Prozent) und Frankreich (+10,6) kamen häufiger, Briten (-17,3), und Amerikaner (-12,5) seltener.
(pressebox) Freiburg, 16.02.2009, Rekordhoch im Freiburg Tourismus 2008
Freiburg kann sich mit einem Rekord von 1,218 Millionen Übernachtungen wieder zu den Übernachtungsmillionären im deutschen Städtetourismus zählen. Wie bereits im letzten Jahr zeichnet sich unverändert eine steigende Tendenz in den Übernachtungs- und Gästezahlen ab. Die Tourismusintensität konnte mit 5.551 Übernachtungen auf 1.000 Einwohner gesteigert werden. Im Jahr 2007 lag diese bei 5.000 Übernachtungen auf 1.000 Einwohner.
Trotz des schlechten Wetters im Frühling und den sehr frühen Osterferien im März dieses Jahres konnten Freiburger Hotels, Gasthöfe, Pensionen, Campingplätze und die Jugendherberge insgesamt 1,218 Millionen Übernachtungen, davon 388.900 Übernachtungen ausländischer Gäste verzeichnen. Das ist gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg um insgesamt 7,8 %. (Anstieg in 2007: 12,6%). Alleine die Übernachtungen ausländischer Gäste nahmen um 13,2 % zu. Damit ist der Anteil der ausländischen Gäste gemessen an den Übernachtungen bei fast 32% der Gesamtübernachtungen.
Die vorliegenden amtlichen Zahlen erfassen auch die Übernachtungen in der so genannten Parahotellerie. Dazu zählen in Freiburg auch Übernachtungen in den Gästehäusern des Goethe-Instituts und der Polizei- Akademie. Im Jahr 2008 waren das 121.700 Übernachtungen.
Berücksichtigt man diesen Effekt, so ist für alle von der Statistik erfassten Beherbergungsbetriebe mit mehr als acht Betten bzw. Schlafgelegenheiten ein Plus von 7,8% im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen.
Diese positive Entwicklung 2008 spiegelt auch der Anstieg der Übernachtungen in der Freiburger Hotellerie um 1,5% auf insgesamt 879.500 Übernachtungen wider. Dazu zählen Hotels, Hotel Garnis, Gasthöfe und Pensionen. Insgesamt stehen in diesen Betrieben rund 4.900 Betten zur Verfügung.
Dieser Anstieg war trotz des Wegfalls der Messe Intersolar möglich. Ein leichter Einbruch im Monat Juni 2008 im Vergleich zum Vorjahr war zu spüren, doch dieser konnte im Laufe des Jahres durch andere Veranstaltungen wie den Solar Summits wett gemacht werden.
Besonders bemerkenswert ist die Zunahme der Übernachtungen im Monat Dezember. So gelten die Wintermonate eher als Monate mit schlechter Auslastung. Dieser Trend bestätigt sich in Freiburg nicht, das alleine im Dezember einen Anstieg der Übernachtungen um 7,8 % im Vergleich zum Dezember 2007 verzeichnen konnte. Besonders die Zunahme der Übernachtungen ausländischer Gäste um 13,2 % macht deutlich, wie sehr das weihnachtliche Freiburg, der Weihnachtsmarkt und die Einkaufsmöglichkeiten attraktiv für die ausländischen Gäste sind, für die FWTM auch ein wichtiger Indikator für die Bedeutung der Weihnachtsbeleuchtung.
FWTM Geschäftsführer Dr. Bernd Dallmann: "Mit fast 32% Anteil ausländischer Gäste bei Übernachtungen wird deutlich, dass Freiburg zunehmend international bekannter wird. Die FWTM möchte in den kommenden Jahren eine noch stärkere internationale Ausrichtung der Freiburger Tourismuswerbung nutzen, um die dort vorhandenen Potentiale besser zu aktivieren."
- Messen und Kongresse
Einen großen Beitrag zum prosperierenden Freiburg- Tourismus hat 2008 das Kongress- und Messewesen geleistet: Messen wie die Internationale Kulturbörse haben den Messestandort beim Fachpublikum und in der Bevölkerung weiter etabliert.
Letztes Jahr fand zudem auch die 10. Auflage der Interbrush mit großem Erfolg und 7500 Teilnehmern auf der Messe Freiburg statt. Diese alle vier Jahre veranstaltete Messe brachte Gäste aus 90 Nationen nach Freiburg.
Internationale Konferenzen und Kongresse wie der hochkarätig besetzte Europäische Life Science Kongress Bio Fine, der erstmals im April 2008 im Konzerthaus Freiburg stattfand, oder das Internationale 16. Cochrane Colloquium und die Premiere der Solar- Summits, beide im Oktober 2008 lockten zusätz lich zahlreiche Gäste aus dem In- und Ausland in die Stadt.
Auch in 2009 ist Freiburg Veranstaltungsort namhafter internationaler Kongresse, wie der Local Renewables 2009 auf der Messe, der 5. Internationalen Geothermiekonferenz, des BIOFINE Europe 2009 Kongress und der International Conference on Thermoelectric. Das sind nur einige Beispiele des Konferenzkalenders.
Durch personelle Verstärkung wird das Konferenzund Kongressmarketing der FWTM weiter ausgebaut und das Profil der Messe- und Kongressstadt Freiburg weiterentwickelt werden. Die gute Auslastung der Veranstaltungshäuser, Messe und Konzerthaus werden dadurch optimiert und langfristige Potenziale ausgeschöpft werden.
- Sportevents und Feste
Sportveranstaltungen wie der Freiburg Marathon und die Mission Olympics sind Publikumsmagneten, die der Hotellerie und Gastronomie Zuwächse bescheren. In diesem Jahr soll es erstmals eine "Velonale" geben. Die Durchführung ist allerdings noch nicht gesichert Ein Fahrradrennen für Hobbyfahrer und berufene Profis in und um Freiburg. Ein sportliches Highlight wird zweifelsohne die Rollkunst Weltmeisterschaft 2009 im Dezember in der Messe Freiburg sein. Zu diesem Ereignis erwarten die Veranstalter neben Spitzensportlern aus aller Welt auch zahlreiche einheimische und auswärtige Besucherinnen und Besucher.
Aus touristischer Sicht haben sich die Erwartungen im Jahr 2008 voll und ganz Erfüllt. Trotz der Verlagerung der Messe Intersolar nach München stiegen die Übernachtungszahlen insgesamt um 1,5%. Ein moderates aber stetiges Wachstum, das der Hotellerie in Freiburg sehr gute Auslastungen garantiert.
FWTM-Geschäftsführer Dr. Bernd Dallmann: "Wir sehen unsere Entscheidung für den Slogan "Green City" als voll und ganz bestätigt. Der zunehmende internationale Fachtourismus zu Umweltthemen und die steigende Zahl an internationalen Konferenzen werden dieses Wachstum auch in 2009 begünstigen.
Der Blick in die touristische Zukunft 2009 ist trotz der schwierigen konjunkturellen Lage verhalten optimistisch."
Quelle: Pressemitteilungen (pressebox) 16.02.2009
Freiburg verzeichnet einen Touristenboom wie noch nie und nennt sich fortan "Green City"
Badische Zeitung vom Mittwoch, 20. Februar 2008
Freiburg hat einen neuen Slogan: Die Stadt nennt sich fortan im Untertitel "Green City" , weil Freiburg bei den Themen Ökologie und Nachhaltigkeit weltweit großes Interesse weckt. Im Jahr 2007 hat der Freiburg-Tourismus die beste Bilanz aller Zeiten hingelegt. Bei den Übernachtungen wurde durch ein Plus von 14,5 Prozent erstmals die Ein-Millionen-Grenze geknackt. Damit liegt Freiburg deutlich über dem Landesschnitt von plus 3,8 Prozent.
Durch die Klimaschutz-Debatte ist Freiburg international mehr in den Fokus gerückt. Etliche Fachtouristen und politische Delegationen aus aller Herren und Frauen Länder informierten sich vor Ort über Solarenergie, Mülltrennung, Vauban und Co: "Wir werden überrannt" , meinte Oberbürgermeister Dieter Salomon (Grüne). Bei der Suche nach dem neuen Öko-Slogan musste die Stadt keine Köpfe in Werbeagenturen rauchen lassen: Internationale Medien tauften Freiburg als grünste Stadt in Europa, auf einer kanadischen Homepage fand sich die Bezeichnung "Green City" , berichtet Bernd Dallmann, der Chef der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe (FWTM).
Die Bezeichnung trifft für die Freiburger Verantwortlichen den Nagel auf den Kopf: "Green City" sei weltweit gut verständlich und fasse auch den ganzheitlich-philosophischen Aspekt der Freiburger Bemühungen, so der Oberbürgermeister: "Die ganze Stadt steht unter der Überschrift Nachhaltigkeit."
Nachhaltig erfolgreich ist die Stadt auch bei den Touristen: Mit 1 095 000 Übernachtungen sei Freiburg in den illustren Kreis der "Übernachtungsmillionäre" gerückt, so Dallmann glücklich: "Das war kein Sprung, das war ein Hochsprung." 598 825 Gästeankünfte (ein Plus von 12,9 Prozent) wurden in Freiburg gezählt, durchschnittlich bleibt ein Gast 1,9 Tage in der Stadt.
Knapp 70 Prozent der Gäste kommen aus Deutschland. Bei den ausländischen Besuchern stellen nach wie vor die Gäste aus der Schweiz die größte Gruppe, gefolgt von Niederländern und Italienern. Stark zugelegt hat Freiburg bei den österreichischen Besuchern und bei Spaniern und Briten. Erstmals schafften es die Gäste aus China unter die Top Ten der Freiburg-Reisenden.
Touristen-Boom in Freiburg
von Ralph Lacher, Allgemeine Hotel- und Gaststättenzeitung
Es gibt nur 15 Städte in Deutschland, welche diese magische Marke an Übernachtungen schaffen. Und Freiburg will, so Dallmann, zu diesem exklusiven Kreis gehören. Bei den Gästeankünften hat Freiburg im ersten Halbjahr 2007 sogar um 9,2 Prozent auf knapp 250 000 Gäste zugelegt. Damit liegt die Stadt deutlich über dem Landesdurchschnitt von plus 4,3 Prozent. Auch die direkten Mitbewerber wie Baden-Baden (+3,2 Prozent) Heidelberg (–0,1 Prozent) und Stuttgart (–4,3 Prozent) konnten bei weitem nicht mit der Breisgau-Metropole mithalten. AHGZ-Bericht
Touristische Halbjahresbilanz 2006,
Der Tourismus in Freiburg wächst erneut
Das erste Halbjahr 2006 hat trotz eines eher verhaltenen Starts den Trend der beiden Vorjahre erneut bestätigt und mehr Gäste denn je in die Stadt gelockt. Freiburgs Hotels, Gasthöfe, Pensionen, Campingplätze und die Jugendherberge haben in den ersten sechs Monaten des Jahres rund 229.000 Übernachtungsgäste (Ankünfte) beherbergt. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres war dies ein Zuwachs von 2,7 Prozent. Die Zahl der Übernachtungen ist nach Angaben des Statistischen Landesamtes um 2,9 Prozent auf rund 429.000 gestiegen. Damit lagen Freiburgs Übernachtungszahlen in der ersten Jahreshälfte 2006 deutlich über dem Landesschnitt von plus 0,6 Prozent. Das Wachstum bei den Freiburger Gäste- und Übernachtungszahlen wurde erneut durch ausländische Gäste forciert. Rund 63.000 Ausländer haben insgesamt 117.000 Nächte in Freiburger Betten verbracht. Das waren 9,3 Prozent mehr Gäste und 9,6 Prozent mehr Übernachtungen als im Vorjahr. Vor allem bei Gästen aus den USA, der Schweiz, den Niederlanden, aus Großbritannien, Italien und Frankreich war Freiburg im ersten Halbjahr 2006 ein beliebtes Urlaubsziel. Spitzenreiter waren erneut die Gäste aus der Schweiz mit 16.900 (14.000 im Vergleichszeitraum 2005) Übernachtungen, gefolgt von den Niederlanden mit 13.500 (2005: 11.000) Übernachtungen und den USA mit 12.500 (2005: 11.900). Die leichten Einbußen bei den Übernachtungszahlen aus Italien im Vorjahreszeitraum konnten im ersten Halbjahr 2006 durch ein Plus von 3,1 Prozent mehr als wettgemacht werden. "Unsere Strategie, das Freiburg-nahe WM-Quartier der Fußball-Nationalmannschaft auf dem niederländischen Markt offensiv zu bewerben, ging voll auf", so FWTM Geschäftsführer Bernd Dallmann. Zwar kamen im WM-Monat Juni nicht wesentlich mehr "Oranjes" nach Freiburg (plus 3,6 Prozent oder rund 90 Gäste mehr als im Juni 2005); aber diejenigen, die kamen, blieben dafür wesentlich länger. Die Zahl der Übernachtungen stieg gegenüber dem Vorjahresmonat sprunghaft an um plus 37,4 Prozent oder rund 1.370 Übernachtungen. Ein besonders erfreuliches Übernachtungsplus von über 36 Prozent konnte auch bei den Gästen aus China mit 2.300 Übernachtungen registriert werden. Die China-Aktivitäten der FWTM und des Freiburger China Forums tragen damit weiterhin Früchte. Die Zahl der deutschen Touristen in der Stadt ist um 0,5 Prozent auf 166.000 angestiegen, die Zahl der Übernachtungen liegt bei plus 0,6 Prozent oder rund 313.000. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer eines deutschen Besuchers in Freiburg lag erneut bei 1,9 Tagen. Der Trend zum Kurztrip bleibt damit ungebrochen. Ausländische Gäste verbringen im Schnitt weniger Zeit in der Stadt. Ihr Anteil an den Übernachtungen ist auf 27,2 Prozent gegenüber 25,4 Prozent in 2005 angestiegen. "Damit bleibt Freiburg nach den Rekordjahren 2004 und 2005 weiter auf touristischem Wachstumskurs," so Bernd Dallmann. Neben dem Großereignis Fußball-WM hat das Freiburger Kongress- und Messewesen einen wichtigen Beitrag zur touristischen Erfolgsbilanz in den ersten sechs Monaten des Jahres geleistet: International bedeutende Veranstaltungen wie die Kulturbörse, die VDI/VDE-Fachtagung "Sensoren und Messsysteme" und die Intersolar, die erneut ihr stärkstes Wachstum seit ihrem Bestehen feiern durfte, haben den Kongress- und Messestandort Freiburg beim Fachpublikum weiter etabliert. "Herausragende Publikumsmagnete waren insbesondere der 3. Freiburg Marathon, der mit 12.000 Teilnehmern auf der Messe startete, sowie die beiden Bundeswettbewerbe "Jugend forscht" und "Jugend musiziert", die Tausende Besucher aus dem gesamten Bundesgebiet in die Stadt brachten", so das Resümee der FWTM. Deutschlands besten Nachwuchswissenschaftlern, die im Mai vier Tage lang ihre Forschungsideen auf der Messe und im Konzerthaus präsentierten, folgten mehr als 2.000 der besten Nachwuchsmusikerinnen und -musiker aus allen Teilen Deutschlands und 30 Deutschen Schulen im Ausland, die Freiburg für 8 Tage zum musikalischen Mittelpunkt Deutschlands werden ließen. Rechnet man die Eltern und Musikpädagogen, die Wettbewerbsbeobachter aus dem In- und Ausland und die Mitglieder der insgesamt 29 hochkarätig besetzten Jurygremien dazu, so stellen die mehr als 3.500 Gäste einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor dar, von dem Hotellerie, Gastronomie und der Tourismus insgesamt erheblich profitieren.
Quelle: www.freiburg.de, 14.08.2006